Yakuake mit Startskripts versehen - Automatische Einrichtung der Arbeitsumgebung

Diejenigen von euch, die eine KDE Umgebung unter Linux verwenden, kennen vielleicht yakuake, ein Terminalprogramm mit etwas EyeCandy, welches bei Druck von F12 aus dem oberen Bildschirmrand herausfährt.
Ich selbst nutze zwar Gnome, nehme aber als priorisiertes Terminalprogramm trotzdem yakuake, da ich finde, dass das Farbschema “Dunkle Pasteltöne” einfach gut aussieht, und man die Shell, egal auf welchem Virtuellem Desktop man sich befindet, nie aus den Augen verliert (F12 und sie ist wieder da).

Die Dokumentation der Skriptfähigkeit ist etwas dürftig, außer einem Blogeintrag habe ich nicht sehr viel gefunden. Das dort abgebildete Beispielshellskript hab ich bei mir nicht zum Laufen bekommen, darum hab ich ein Ruby Programm dafür geschrieben…. (Ehrlich gesagt, find ich Shell Skript hässlich, keine Parameterliste, hässliche Conditional-Syntax… ja wann kommt denn endlich eine Ruby Shell?? :D)

kurze Einführung

Ersteinmal muss yakuake laufen, vornehmlich in einem initialen Zustand.
Das Ganze läuft über qbus und man ruft prinzipiell nur ein paar recht einfache Shellkommandos auf:

Ein Aufruf von

1
2
3
4
5
qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions 

# und

qdbus org.kde.yakuake /yakuake/tabs 

Gibt uns alle möglichen Kommandos auf. Hier meine Favoriten:

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions addSession
qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions addSessionTwoHorizontal
qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions addSessionTwoVertical
# Macht ein neues Tab (mit zwei, horizontal/vertikal geteilten Sessions sprich Terminals)

qdbus org.kde.yakuake /yakuake/tabs setTabTitle $tabid 'name'
# Setzt den Tab auf ein neues Label

qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions runCommandInTerminal $sessionid 'command'
# Führt ein Shell-Kommando in Terminal Nr X aus

qdbus org.kde.yakuake | grep Sessions | cut --fields "3" --delim="/" | sort -n | tail -n 1
# Gibt uns die letzte vergebene SessionID aus

Wie man sieht, besteht das eigentliche Problem, den Überblick über die Sessions (Terminals) und Tabs zu behalten. Wenn man keine geteilten Fenstern nutzt, sollten die beiden identisch sein.

Ein Ruby-Wrapper

Um den IDs herr zu werden, habe ich das Ganze in ein Rubyprogramm, eine Klasse, geflochten:

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
class Yakuake

  def initialize
    @cid=0      
    @tabid=0    
  end           

  def exec(cmd)
    puts cmd   
    system cmd 
  end          

  def add_splitted_tab(title1,command1,command2)
    exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions addSessionTwoHorizontal"
    @tabid+=1                                                             
    cid = last                                                            
    exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/tabs setTabTitle #{@tabid} '#{title1}'"
    [command1, command2].each_with_index do |command,index|                     
      if command                                                                
        ccid = cid -1 + index                                                   
        exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions runCommandInTerminal #{ccid-1} '#{command}'"                                                                                        
      end                                                                                    
    end                                                                                      
  end                                                                                        

  def add_tab(name, command=false)
    exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions addSession"
    @tabid+=1                                                
    exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/tabs setTabTitle #{@tabid} '#{name}'"
    if command and !command.empty?                                            
      exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions runCommandInTerminal #{last - 1} '#{command}'"                                                                                        
    end                                                                                      
  end                                                                                        

  def execute(terminal_id, command)
    exec "qdbus org.kde.yakuake /yakuake/sessions runCommandInTerminal #{terminal_id} '#{command}'"                                                                                       
  end                                                                                        

  def last
    `qdbus org.kde.yakuake | grep Sessions | cut --fields "3" --delim="/" | sort -n | tail -n 1`.strip.to_i                                                                               
  end                                                                                        
end        

# Aufruf/Einrichtung des Workspace:
y=Yakuake.new
y.add_splitted_tab("sshs","ssh username@server.de","ssh username@server2.de")
# jeweils in den Arbeitsordner navigieren und svn up
y.execute(y.last-2,"cd  public_html/modules")
y.execute(y.last-2,"svn up")
y.execute(y.last-1,"cd  ~username/public_html/modules")
y.execute(y.last-1,"svn up")
# ein paar irbs zum "rumprobieren"
y.add_splitted_tab("Irbs", "irb","irb")
# Ein Programmstarter
y.add_tab("Progs","ruby ~zealot64/rubyqt/tray.rb&")

Bessere PHP Shell, ähnlich wie Rubys irb

Nachdem ich bei Ruby von der recht mächtigen und gut tunebaren Interactive Ruby Shell (HIRB und Wirble seien hier anzumerken) verwöhnt wurde, war ich auf der Suche nach einer ähnlichen Lösung für PHP.
Leider ist die eingebaute CLI Shell mit “php -a” relativ nutzlos, da man Output selbst ausgeben muss, es keine Autocomplete gibt usw.

Allerdings gibt es die php-shell welche recht interessant wirkt und ich heute mal runtergeladen habe.

Unter Ubuntu muss man noch php pear nachinstallieren:

1
2
3
4
5
6
sudo apt-get install php-pear php5-cli php5-dev
sudo pear install http://jan.kneschke.de/assets/2007/2/17/PHP_Shell-0.3.1.tgz

# Jetzt kann die shell mit:
php-shell.sh
#gestartet werden

Das reduziert den PHP-Schmerz schonmal ein ganzes Stück :)

ATI-Graphik byebye... oder: Die Sache mit dem Lokalpatriotismus

Nun ist er für mich vorbei, der Leidensweg mit meiner ATI Grafikkarte. (Die direkte Konkurrenz ist recht ersichtlich, möchte aber keine [unbezahlte] Werbung machen).

Seit heute kann ich endlich Desktopeffekte anschalten UND ein Video schauen… ist das nicht unglaublich? – nicht wirklich. So ziemlich alles mögliche habe ich probiert, aber meine alte Graphikkarte lies sich nie dazu überreden,.. warum? Weil die Linuxunterstützung von ATI/AMD etwas… minimal ausfällt.

Da AMD ein großes Werk in Dresden, die FAB36 hat, habe ich bisher bei einer Auswahl meiner PC-Komponenten stets darauf geachtet, etwas aus diesem Hause zu kaufen, zu dem ATI seit einiger Zeit gehört.
Nach meinem Komplettumstieg zu Linux (Ubuntu) vor knapp einem Jahr musste ich allerdings schmerzlich feststellen, dass, ganz im Gegensatz zu sämtlichen anderen Hardwarekomponenten, die ATI-Grafikkarten nicht, “Aus der Kiste” (Out-of-the-box) laufen, ganz im Gegenteil (Ganz unrepräsentative Aussage: hatte hierbei Erfahrungen mit 2 verschiedenen ATI-Grafikkarten).

Der nicht ganz reibungslose Umstieg von ATI auf NVIDIA

Nach EInbau der Grafikkarte hat das BIOS ohne (größere) Probleme (Stichwort: Deaktivierung des internen Graphikchips) die nvidia erkannt. Nach GRUB und etwas Präambel allerdings…
Rausschmiss in einem Busybox-ähnlichem Loginfenster, allerdings mit Geflacker, mit extremen Lag bei Tastatureingaben, welche u.a. die Eingabe des Passworts unmöglich gestalten.
Mein Vorgehen danach war:

  • Reboot, bei Grub “Recovery” des Kernels als Bootoption
  • drop to root shell
1
2
dpkg-reconfigure -phigh xserver-xorg
sudo vim /etc/X11/xorg.conf

und dort erstmal alles löschen, was radeon/fglrx zu tun hatte (in meinem Fall war ich nach einiger Zeit beim freien “radeon” Treiber hängengeblieben).
Danach habe ich mich mit links2 auf die Suche begeben :) und gemäß des ubuntuusers-Beitrags zum nvidia-Treiber das nvidia-Paket installiert:

1
nvidia-glx-185

Nach einem Reboot war alles wieder normal :) (in meinem Fall kam ich sogar ohne einen Neustart aus, indem ich einfach “sudo gdm” ausgeführt hatte, nachdem der recovery-Modus normal weitergebootet und mich in einer tty rausgeschmissen hatte).

Fazit:

Ich möchte keineswegs ATI schlechtreden, allerdings hatte ich zumindest bei meinen beiden Graphikkarten alles andere als gute Erfahrungen, und auch in einigen Foren gelesen, dass die Linux-Unterstützung von ATI nicht weit her ist. Ich *hoffe jetzt wird alles besser…^^

Probleme beim Upgrade von Ubuntu Jaunty zu Karmic Koloa

Heute habe ich meinen Rechner angemacht, und siehe da: Kein Sound.

Meine Soundkarte wurde nicht gefunden, und auch ein Neustart und Reinstallation von pulseaudio brachte nichts.
Weiterhin wird meine ATI HD3100 nicht unterstützt, und das Desktop ruckelt so vor sich hin, eine manuelle Installation des fglrx-Treibers von ATI bricht ab, da die XServer-Version noch nicht unterstützt wird….

Doch dann beim Booten, viel mir auf, dass nicht die Kernelversion 2.6.31-14 sondern 2.6.28 gebootet wird, obwohl ja die 31 Teil des neuen Ubuntus sein sollte.
Also:

1
sudo update grub

Durchklickern und neustart…. und beides funktioniert wieder :)

Da wurde wohl vergessen die Kernelversion beim Updatemanager mit einzubeziehen..? Wenn man mal danach googlet, stellt man fest, dass es noch einige andere mit diesem Problem gibt.

Im Nachhinein würde ich persönlich ein Upgrade von Jaunty zu Karmic machen; Probleme beim Update hatte ich schon beim letzten mal von Intrepid zu Jaunty. Die Updatefunktion scheint mir demnach noch etwas buggy, allerdings ist eine Neuinstallation erfahrungsgemäß relativ problemfrei.

Zusammenfassend mal mein (Negativ)-Fazit:

  • Empathy anstelle Pidgin… WTF? Ok, Empa unterstützt Voicechat, aber hässlich, und bei mir etwas langsam. OTR-Plugin auch noch nicht vorhanden (damit ICQ/MSN/QQ-Chats aufgrund der AGBs nutzlos^^)
  • Siehe letzten Post: Gedit hat neue API-Daten für die Snippets
  • Grafikprobleme mit ATI (altes Thema), allerdings durch das Kernelupdate soweit behoben
  • Die anderen Features bringen mir relativ wenig (Ubuntu One Integration…)
  • Mal schauen, ob mein Soundbug, welcher nach einer längeren Zeit Videoguckens auftritt und sich durch einen 1-2minütigen Lag im Sound + Bild äußert, behoben ist…

Nichtsdestotrotz bleibt es ein Ubuntu, und damit immer noch eines der bedienerfreundlichsten und am meisten Community-unterstützten Linux Distributionen überhaupt.